Lymphadenom der Speicheldrüse: Eine neuartige Klassifikation basierend auf dem immunhistochemischen Vergleich von benignen und malignen lymphoepithelialen Neoplasmen

Hintergrund und Ziele: Das nicht talghaltige Lymphadenom ist ein gutartiges lymphoepitheliales Neoplasma der Speicheldrüse, im Jahr 2005 von der Weltgesundheitsorganisation in ihrer Klassifizierung von Kopf‐Hals-Tumoren aufgeführt. Es wurden unterschiedliche histologische Merkmale lymphoepithelialer Komponenten zwischen nicht talghaltigen Lymphadenomen berichtet. Wir schlagen vor, nicht talghaltige Lymphadenome durch Untersuchung ihres immunhistochemischen Profils spezifisch zu charakterisieren. Methoden: Formalinfixierte, in Paraffin eingebettete Gewebeproben von sechs benignen und zwei malignen lymphoepithelialen Neoplasmen der Speicheldrüse wurden histologisch untersucht und ihre Immunprofile für CK5 / 6, CK7, CK19, p63, glattes Muskelaktin, Calponin, p53 und Ki‐67 verglichen. Suchergebnisse: Unsere Serie von Lymphadenomen, sowohl Talg‐ als auch Nicht-Talgdrüsen, zeigte eine Reihe von epithelialen Komponenten. Das nicht talghaltige Lymphadenom mit einer undifferenzierten Epithelkomponente und das nicht talghaltige Lymphadenom mit einer Plattenepithelkomponente zeigten ähnliche diffuse CK5 / 6-, fokale CK7- und periphere cytoplasmatische CK19-Expression. Das nicht talghaltige Lymphadenom mit einer duktalen Epithelkomponente und das talghaltige Lymphadenom zeigten jedoch basale CK5 / 6-, diffuse CK7- und homogene cytoplasmatische CK19-Expression. Rückschlüsse: Basierend auf den histologischen und immunhistochemischen Eigenschaften schlagen wir eine neuartige Subtypisierung von gutartigen lymphoepithelialen Neoplasmen vor. Benigne lymphoepitheliale Neoplasmen können klassifiziert werden als (i) Lymphoepitheliom mit oder ohne Plattenepitheldifferenzierung; (ii) Lymphadenom mit oder ohne Talgdrüsendifferenzierung; oder (iii) Warthin-Tumor-Lymphadenom mit onkozytischer Differenzierung.